Über uns

Die Initiative „Erste Generation Promotion“ (EGP) gibt es seit dem Jahr 2013. Damals fassten die drei Doktorandinnen Stephanie Coché, Sandra Vacca und Frauke Scheffler den Plan, sich gemeinsam für andere Promovierende und Promotionsinteressierte einzusetzen, die ebenfalls aus nicht-akademischen Elternhäusern stammen. Aus dieser grundlegenden Idee entwickelte sich der gemeinnützige Verein „Erste Generation Promotion – EGP e. V.“, der Ende des Jahres 2014 gegründet wurde. Inzwischen hat sich das Organisationsteam deutlich vergrößert, sodass der Verein mit einem breiten Angebot dienen kann.

 

Der Verein hat seinen Mittelpunkt an der Universität zu Köln, ist aber offen für EGPlerinnen und EGPler aus ganz Deutschland und dem Ausland. Alle unsere Angebote sind zudem losgelöst von einer Mitgliedschaft im Verein. Dabei ist es uns sehr wichtig, dass alle Beteiligten selbst EGPlerinnen und EGPler sind. Wir möchten so eigene Netzwerke schaffen und helfen mit informellen Spielregeln der Wissenschaftslandschaft und den unterschiedlichsten Anforderungen der Promotion umzugehen, Hemmungen vor diesem Schritt abzubauen und Promotionen erfolgreich zu begleiten. Es geht unserem Verein nicht nur um Unterstützung, sondern auch um Sichtbarkeit, Empowerment, die Änderung von gesellschaftlichen Wahrnehmungen und den Abbau diskriminierender Strukturen.

 

Unsere Arbeit konzentriert sich auf drei Bereiche: 1. EGP e. V. sieht sich als Interessenvertretung für Promovierende und Promotionsinteressierte ohne akademischen Familienhintergrund. 2. EGP e. V. bietet individuelle Beratungen rund um das Thema Promotion an. 3. Der Verein fördert den Austausch und die Vernetzung zwischen EGPlerinnen und EGPlern.

 

1. Wir von EGP e. V. streben danach, kontinuierlich unser Engagement an der Universität zu Köln weiter auszubauen. Dazu positioniert sich der Verein universitätsintern und -extern zu Fragen und Prozessen rund um das Thema Diversity. Auch der Einsatz zum Abbau von Stereotypen und diskriminierenden Begriffen wie „bildungsfern“ gehört dazu. Wir konnten erreichen, dass die Prorektorin für Gleichstellung und Diversität unser Projekt für ein Jahr mit einer wissenschaftlichen Hilfskraftstelle unterstützte und wir in Gesprächsrunden und Projekttreffen zum Thema Diversity eingebunden sind. Um möglichst viele Interessierte anzusprechen, haben wir an Tagungen und Veranstaltungen teilgenommen und Interviews gegeben (s. Archiv). 2016 wurde dem Verein die Hochschulperle Divers für den Monat Oktober verliehen.

 

2. Für Promotionsinteressierte und Promovierende bietet EGP e. V. eine individuelle Beratung an, die vom Team selbst durchgeführt wird. Wir beantworten Fragen zum Bewerbungsprozess und zu formellen Anliegen, zur Finanzierung, dem persönlichen Umgang mit der Promotion und vielem mehr. Es geht uns auch darum, Menschen Mut zu machen, ihnen Ängste zu nehmen und Tipps zu geben, sodass sie ihre Entscheidung z. B. für oder gegen eine Promotion informiert treffen können. Wir möchten einen sicheren Raum schaffen, in dem alle Fragen zur Promotion gestellt werden können.

 

3. Zweimal im Semester veranstalten wir einen offenen Stammtisch zu dem alle Interessierten herzlich eingeladen sind. Hier gibt es die Möglichkeit, uns und andere EGPlerinnen und EGPler kennenzulernen und sich auszutauschen. Dies erlaubt uns, einen engeren Kontakt zu pflegen, aber auch die Erfolge der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wahrzunehmen und so ein gemeinsames Netzwerk aufzubauen.

 

Im März 2017 konnte EGP e. V. einen weiteren wichtigen Schritt zur Verstetigung des Angebotes tun: Das Mentoringprogramm für Promovierende, das in den Jahren 2015 und 2016 ehrenamtlich vom Verein organisiert wurde, wird nun unter dem Namen Erste Generation Promotion – Mentoring+ an der Universität zu Köln durchgeführt. Ann-Kristin Kolwes, die sich von Anfang an im Verein engagiert hat, hat die Koordination dieses Projektes übernommen.